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Datum: 26.02.2017
Autor: Pydrian Phortinar
Thema: Planaristik
Titel: Commentarivm Experimenti
.PRAEFAETIO.

Vorliegend ist ein Bericht über ein Experiment, welches im Zuge einer Aufgabe gestellt von Arcomagus Dariol Praetorius konductiert wurde. Gedankt sei noch Magus Gwillin sowie Adepta Celiclya Davogard welche bei der Durchführung des Experiments dem Autor mit hilfreichem Geiste und Tat zur Seite standen.

.QUAESTIO.

Allgemein bekannt sind die – von einigen Magiern als peinlich empfundenen – visuellen und akustischen Phaenomina welche sich bei einer – willentlich oder unwillentlich – interruptierten Applicatio zeigen.
Die Entstehung dieser Phaenomina wird folgendermaflen erklärt:
Bei der Ausführung der ersten und zweiten Columna, welche da sind Focus et Verba arcana, wird bereits eine minimale Manipulatio an der Astralmatrix vorgenommen. Werden sodann die weiteren und von der manipulativen Qualität weitaus höheren Columnae III et IV nicht vollführt, so strebt das Gewebe danach die genannte minimale Veränderung wieder rückgängig zu machen, was in einem geringen Energieauftreten, sprich, den genannten Phaenomina resultiert.
Die Fragestellung welcher nachgegangen werden soll beschäftigt sich nun mit der Natur jener Phaenomina die sich in Rauch und einem zischelndem Geräusch äuflern. Sind sie lediglich Illusionen, also ist ihre einzige ƒuflerung der visuell-akustische Effekt? Oder sind sie im Gegensatz dazu reell vorhanden und – was den Rauch betrifft – Materiell und permanent an unser Planum gebunden?

.CONSTRUCTIO EXPERIMENTI.

Der Beweis für oder wider das materielle Vorhandensein soll erbracht werden, indem versucht wird den Rauch einzufangen um zu sehen, ob seine Flüchtigkeit nur auf die ätherische Natur seiner materiellen Erscheinung zurückzuführen ist oder nicht.
Für den Versuch benötigt es dreier Collegi.

..Collegus Primus..
Er (im vorgenommenen Falle Magus Gwillin) hat die Aufgabe eine Applicatio zu sprechen, sie jedoch nach der zweiten Columna willentlich zu terminieren und dadurch die zu überprüfenden Phaenomina zu erzeugen. Die Interruptio erfolgt durch eine Dislocatio per pedes – einen Schritt.

..Collega Secunda..

Wie bereits erwähnt ist der Rauch flüchtig und verteilt sich schnell in alle Richtungen des Raumes. Um diese Richtung auf eine einzelne zu beschränken, spricht der Collegus (im vorgenommenen Falle Adepta Celiclya) die Applicatio „In Bet Hur“, zur rechten Zeit.

..Collegus Tertius..

Er (im vorgenommenen Falle der Autor) bedient sich einer Apparatur, zusammengesetzt aus einem groflbauchigen Reagenzglas mit möglichst breiter ÷ffnung und einem groflflächigen Blatt Pergament, das zu einem breiten Trichter geformt und mit der kleineren ÷ffnung in das Regenzglas gestekt wurde. Seine Position ist so gewählt, dass der Windhauch der Collega secunda gekreuzt mit dem nach-Schritt erreichten Punkt des Collegus Primus genau in die grofle ÷ffnung weht.

.HYPOTHESIS.

Die Manipulation welche durch Columna I et II am Gewebe hervorgerufen wurde ist zwar Minimal, und man möchte meinen dass dies zu keiner Materialisierung führen kann und nur zu einer Illusion gereichen kann. Eine Illusion benötigt jedoch einen controllierenden Einfluss, einen Wirker, welche ihre genaue Erscheinung festlegt. Dies weiflt darauf hin, dass der Rauch materieller Natur sein müsste.
Die Wiederherstellung des Ausgangszustandes, den das Gewebe von alleine durchführt, setzt also mit seinem Potential eine elementare Manifestation in unser Planum frei. Dies erscheint einleuchtend, ist die gemischte Materienform, wie es der Rauch ist, doch typisch für unser Planum und auch weil die ursprüngliche Manipulation ebenso von diesem ausging.
Erwartet wird also, dass der Rauch in der Tat materiell ist, sich einfangen lässt und sich im Reagenzglas zeigt.

.EVENTUM.
Das Experimentum verlief ohne Zwischenfälle und konnte auf Anhieb korrekt ausgeführt werden. Der Rauch lies sich durch die Applicatio In Bet Hur bewegen und konnte mit der Apparatur eingefangen und mittels eines Korkens festgehalten werden. Zwar etwas dünn, doch deutlich vorhanden zeigte sich der gräuliche Dunst im Reagenzglas.
Quod erat demonstrandum.

FINIS COMMENTARII