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Datum: 26.02.2017
Autor: Asur dhan Tiral
Thema: Planaristik, Sonstiges
Titel: Grundlagen der Hermetik – Teil 1
Prolog
Salve werte Collegi, dieses Buch soll sich mit den Grundlagen der hermetischen Zauberei, insbesondere der Eynwirkung der Himmelsgestirne auf die selbige befassen. Vorab sey gesagt, das ich mich in meynem Werke immer wieder auf das fundierte und schier unermeßliche Wissen meines Lehrmeisters, Arcomagus Durenal, stützen werde, um die Vorgänge und Theorien plausibler und nachvollziehbarer zu machen.

Felucca und Trammel, der Götter Kinder.
„Und als ich mich des Nachts verloren glaubte, kein Lichtschein durch die dichten Wipfel der Bäume schien, vernahm ich ein blaues Schimmern, ein Schimmern wie es schöner und atemberaubender nicht hätte sein können. Felucca und Trammel hatten mir ein Geschenk gemacht, ein Geschenk, welches mich aus meiner mieslichen Lage befreien und mich nach Hause bringen sollte.“

So beschreibt der legendäre Barde Guthard Fitzowen die Entdeckung eines Mondtores in den Wäldern von Yew, in seynem Buch: „Das Leben eines Spielmanns“. Viele weytere Barden und Dichter widmeten der Schönheyt jener Himmelskörper ihre Zeylen, doch welche Rolle spielen die beyden Monde für uns, die wir uns die Anwender der arkanen Künste nennen?

„Als würde jemand an den Fäden einer kosmischen Marionette ziehen, ließen die unterschiedlichen Phasen der Monde Felucca und Trammel, immer wieder Mondtore an bestimmten Orten erscheinen. Diese Tore besaßen die Macht Reisende an ferne Orte zu bringen, und ihnen jene Strapazen einer langen Reise zu ersparen.“

Diese Zeilen stammen aus den Studien des Ranthyr Trimoriad, einem alten Bibliothekar im Empath Abbey, welcher seinerseits sich mit der Auswirkung kosmischer Konstellationen auf das arkane Gewebe befasste. Die Mondtore, über welche man in fast jedem Geschichtsbuch etwas lesen kann gehören leider durch die vielen Veränderungen im arkanen Gefüge der Vergangenheit an, so ist es mittlerweile den hochstudierten Magiern vorbehalten, sich jener Art der Magie zu bedienen, um große Entfernung durch die Kreation von Mondtoren zu überbrücken, der Einfluß der beiden Monde auf die Magie im allgemeinen jedoch ist nach wie vor vorhanden. So scheynt es das binnen eyniger Mondphasen das vollziehen von Ritualen, oder das Sprechen der Lingua Magica eher von Erfolg gekrönt ist.

Allgemeine Erläuterung
Eyne jede Mondphase steht für eynes der Worte der Lingua Magica und beeinträchtigt jenes während der Durchführung von arcanem Werke. Wird jenes der Mondphase zugehörige Wort während eyner zunehmenden Mondphase verwendet, so wirkt sich jenes positiv auf die Bedeutung des Wortes aus, befinden wir uns jedoch in eyner abnehmenden Mondphase, so wirkt sich diese negativ auf die Bedeutung des Wortes aus. Um eyn Beispiel zu erläutern sollte erst einmal klar gestellt werden, welche Mondphase welchen Worten der Lingua Magica zugeordnet sind. In den folgenden Beschrybungen findet immer eyne Unterscheindung zwischen dem Mond Trammel und seynem Bruder Felucca statt, da jene jeweils Einfluß auf ein anderes Wort der Macht nehmen.

Neumond:
„Wo eynst Licht die Nacht erhellte, mag nun Dunkelheit walten, und wo das wachende Auge der Götter erblindet, ist Platz für die dunklen Künste der Magie.“ [ „Artes Sinistrae“, Urak Greyward]

Der Neumond begünstigt die Worte von eher zerstörender oder schmälernder Kraft, so ist es nicht verwunderlich, das man Felucca die Worte Corp und Nox, und Trammel die Worte An und Des zuordnet, da in jene in der Phase des Neumondes am stärksten beeinflusst werden.

Mondsichel

„Nur wenig Licht, und doch Hoffnungsvermittelnd. Nur wenig Hoffnung und doch mehr als nichts. Oh Trammel, oh Felucca sehe ich euch in diesem Schein, so wachset ihr zu güldener Kraft, oder entzieht euch meinem Blicke für Tage.“ [Derodon Grinlidor, Elfischer Philosoph]

Die Mondsichel in zunehmender Mondphase ist der freund eines jeden Illusionisten und Blenders, nicht nur das sie Bewegungsmagie und Illusionsmagie bestärkt, nein auch ermöglicht sie es, des Blenders Opfer in geruhsamen Schlaf zu versetzen, währenddessen dieser Scharlatan sich ihres Hab und Gutes bemächtigen kann. Felucca im Zeichen der Mondsichel ordnet man die Worte Jux und Zu, Trammel die Worte Bet, Por und Quas zu.

Halbmond:
„Der Halbmond teilt die Wirkungsweisen der Monde, so scheynt es. Felucca und Trammel gehen ab diesem Punkt getrennte Wege.“ [„Magie im Zeichen der Monde“, Shamina zu Nu’jelm]

Strahlt Felucca in halber Pracht, so scheynt er starken Eynfluss auf die Elemente zu nehmen, denn nicht zuletzt beweysen Expermenti seyne Einflussname auf Feuer, Wind und Erde (Materie), so gehören in dieser Mondphase Felucca die Worte Ylem, Hur und Flam zugeordnet. Trammel hingegen scheynt eynen enormen Einfluss auf die Energie zu nehmen, so verändert sich die Intensität der Worte Rel, Grav und Sanct, welche allesamt aus dem hermetischen Bereich der Thaumaturgie, der Lehre der Energien stammen.

Dreiviertelmond:
„Als Felucca und seyn Bruder Trammel im Lichte des Dreiviertelmondes erstrahlten, und sich ihren langen doch mühsamen Weg zum vollen Monde bahnten, in jener nacht gelang es mir, jenes Abscheuliche Wesen zu beschwören und gar die Kontrolle über es zu erlangen (…) [„Kompendium der Beschwörungsmagie Band I“, Akademie zu Moonglow]

Erscheint Trammel im Dreiviertelmond, so nimmt er direkten Einfluß auf jegliche Art der Beschwörung sey es nun Kreatur oder Element, somit ordnet man Trammel die Worte Vas, Uus und Kal zu, besitzt ein Beschwörer nun auch noch das Glück, das Trammels Bruder Felluca sich in selbiger Pracht darstellt, so wird es eyn leichtes Kreaturen zu beschwören, seien sie natürlicher oder widernatürlicher Natur. Eine Zuordnung der Worte Xen, Wis und Ex scheint deswegen sinnvoll. Zu disputieren bleibt die Frage, warum sich das Wort Ex in dieses Schema presst. Nun, wie bereits erörtert scheint sich die Wirkung eines Dreiviertelmondes auf die beschwörende Magie auszuwirken, zu welcher natürlich auch die Bannung und Kontrolle eines Elementes oder eines Wesen gehört. Nun sollte es einleuchtend erscheinen warum das Wort Ex, welches ja Freiheit bedeutet sich nahtlos in dieses Schema einzureihen scheint.

Vollmond:
„Von unglaublicher Schönheit ist das Naturschauspiel des Vollmondes. Nicht nur ein helles Leuchten in der Nacht, nein auch heilend und erschaffend Wirkung scheynt dieses unglaubliche Naturschauspiel zu haben.“ [„Astronomische Phaenomene“, Ars Artak]

Wohl dem dessen schwere Wunden sich in eyner zunehmenden Vollmondnacht auftaten, denn die Heilung durch Rituale entpuppt sich um ein vieles leichter und Effektiver als in anderen Zeiten. Auch das erzeugen magischen Lichtes wird durch das ausstrahlen des zunehmenden Mondlichtes nur verstärkt. So ist es nicht verwunderlich, das so manch magische Fackel in eyner Vollmondnacht, in derer beide Brüder in vollem Lichte erstrahlten, ihre Vollendung fand. Aufgrund der Erkenntnisse eyner schier unendlichen Reihe von Versuchen sind Felucca die Worte Mani und Lor, und Trammel die Worte Ort und In zuzordnen.

Besonderheiten:
Nun da die Wirkungsweisen der Mondphasen erklärt sind, möchte ich noch auf einige Besonderheiten verweisen. Zum eynen wäre da das Wort Tym, welches wie dem Leser bestimmt aufgefallen ist ausser acht gelassen zu seyn scheint. Dem ist jedoch nicht so. Felucca und Trammel jedoch nehmen keynen Einfluß auf die Zeit, denn auch sie unterliegen ihren Regeln und ihrem Fluss. Erwähnenswert, wäre jedoch noch die Mondfinsternis.

„Im Dunkel der Mondfinsternis scheynt auch die Magie von menschlicher Irrationalität angetan, denn wenn der Mond, sey es Felucca oder Trammel, dem Himmel entschwindet, scheynt auch die Magie dem Chaos zu obliegen.“ [„Enzyclopaedia Hermetika“, Moonglow]

Die Mondfinsternis hat eyne chaotische Auswirkung auf jegliche Art der Magie. Schon so mancher wahnsinnige Magieanwender welcher meynte in eyner mondlosen Nacht eyn Reittier beschwören zu müssen wurde noch in der selben nacht von Dämonenpranken zerfetzt aufgefunden. So sollte es eyne Selbstberständlichkeit seyn, die Magie in mondlosen Nächten ruhen zu lassen und sich stattdessen der Muße des Lesens hinzugeben, um dann in eynen erholsamen Schlaf zu sinken und den nächsten Morgen mit frischem Elan zu beginnen.

Epilog:

In diesem ersten Band, sollen lediglich die Grundlagen der Hermetik und ihre Verwendung beschrieben und erklärt werden, um einen Überblick über die Macht, welche der Lehre der Hermetik inne wohnt zu bekommen. Es handelt sich in dieser Abhandlung lediglich um die Basis zum Verstehen der Hermetik, sie soll als Grundlage für weytere Forschung dienen. Abschließend möchte ich diesem Buch noch eyne Danksagung widmen, eine Danksagung an den ehrenhaften Arcomagus Durenal, welcher durch seynen Jahrelangen Einsatz und seyne unermüdliche Forschung es erst mir, eynem einfachen Schüler aus Nu’jelm, ermöglichte dieses Werk zu verfassen.

ANHANG – Kurzübersicht der Mondphasen und ihrer Verbindung zur Lingua Magica

Mondphase/MondFeluccaTrammel
NeumondCorp, NoxAn, Des
MondsichelJux, ZuBet, Por, Quas
HalbmondYlem, Hur, FlamRel, Grav, Sanct
DreiviertelmondXen, Wis, ExVas, Uus, Kal
VollmondMani, LorOrt, In