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Datum: 26.02.2017
Autor: Kairen & Birgit de Vries
Thema: Sonstiges
Titel: Der Fluchwald – Exkursionsbericht
I. Einführung
Seit einigen Mondläufen ist bekannt, dass sich auf einer Halbinsel nördlich der Sturmwacht der Sturmritter im Herzogtum Stolzenforst ein Wald manifestiert hat, welcher sich in seiner Topographie von der eines normalen Waldes unterscheidet. Zusätzlich wurde von fremdartigen, bis dato unbekannten Feenwesen berichtet, welche angeblich in der Lage gewesen sein sollen, simple Magie zu wirken.

II. Ziele der Exkursion
Ziel dieser Forschungsreise sei ein erstes Auskundschaften des Waldes und seiner Sonderheiten an sich sein. Grundsätzlich soll das Gebiet mit offenen Augen begangen werden, sodass alle fremdartigen und magischen Einflüsse auf uns wirken können, und nicht unserer Aufmerksamkeit entgehen. Das Hauptaugenmerk soll hier auf den magisch begabten Wesen liegen um den Grad ihres Könnens und ihrer Art Magie zu wirken zu erfassen.

III. Ablauf
Zu dieser Forschungsreise fanden sich die geladenen Teilnehmer, namentlich Hexagor Elek, Yashima nisha’Hadjiin und Pydrian Phortinar für die Magica Phaenomina, Rashid al-Asda’i als Studiusus der Arcomaga nisha’Hadjiin, sowie die ausführenden Aspirantinnen Kairen und Birgit de Vries zusammen.
Zunächst wurde das Forst langsam angegangen und die ersten Creatura, welche sich aus der Entfernung mittels Fluchzaubern bemerkbar machten, bekämpft. Die angetroffenen Creatura konnten zum Teil skizziert werden. Es wurde allerlei Interessantes beobachtet, welches jedoch eher von Grausamkeit der Bewohner des Waldes und weniger mit der Magie als solche zu tun hat. An einem Areal des Forsts wanden sich Ranken empor und fesselten die Gebeine der Truppe, doch wurde dieses Hindernis mittels gezielter Anwendung der Applicatio Rel Por überwunden. Begleitet wurde die Reise durch stetig rauschendes Blätterspiel und zum Ende hin zunehmende, gespenstisch anmutende Schreie. Dieser Umstand fand seinen Höhenpunkt in dem Erscheinen eines furchteinflößenden Wesens.
Die Creatura, welche sich in Nachforschungen als Dryche entpuppte, schien in etwa zweimannhoch gewachsen zu sein, doch war ihre Körperhaltung zum Teil stark gebückt. Der Körper selbst war rindenartig überzogen. Ihr Rücken war von dornenhaftem Bewuchs die aufgestellt waren wie Schuppen. An ihren Händen befanden sich scharfe Klauen. Ihr Gesicht hatte sowohl menschliche als auch elfische Züge und schien einst von Schönheit zu sein, doch wirkte es aktuell nur von Wahnsinn verzerrt. Grundsätzlich schien das Wesen eine Symbiose aus Mensch und Elf beziehungsweise Pflanzenwesen zu sein. Der menschliche Körper war zu Teilen von Ranken und Holz verwachsen. Die Dryche war unserer Sprache mächtig und ihre Stimme schrill und sirenenhaft. Ihr Gemütszustand wechselte während der Konfrontation mehrere Male von beschützend zu mordlustig. Bemerkenswert war, dass sich der Wald mit ihren Gemütsregungen zu verändern schien. So reagierten das raschelnde Blattwerk, der Wind und der zum Teil bebende Boden auf ihre wütenden Auswüchse. In der Brust der Dryche steckte ein sehr filigranes Messer, welches womöglich von elfischer Hand geschmiedet worden sein könnte. Dass Keuchen der Dryche lässt den Schluss zu, dass die unter Verletzung litt. Doch war ein sich Nähern und damit verbundenes Entfernen der Klinge nicht möglich.
Die Exkursion wurde während dieser Begegnung einstimmig zum Wohle aller abgebrochen.

IV. Besonderheiten
Während der Begehung des Waldes sind abzüglich der Dryche einige weitere Begebenheiten aufgefallen, die erwähnenswert und von magischer Relevanz sind.
Im gesamten Fluchwald verstreut befinden sich auf Steinen und im Erdreich befindliche, leuchtende Runen der Worte der Magie. Konkret konnten die Runen Mani, Wis, Hur und Kal ausgemacht werden. Inwieweit diese Runen mit dem Wald in Verbindung stehen beziehungsweise welche Bedeutung und Symbolik sie in Bezug auf die Begebenheiten der Umgebung haben, konnte bis dato noch nicht ergründet werden.
Im unterirdischen Teil des Waldes wurden vermehrt Spruchrollen aufgefunden. Diese ließen sich, wie selbst hergestellte Spruchrollen, ohne Probleme oder Auffälligkeiten verwenden und erzielten einen verhältnismäßig gleichwertigen Effekt in ihrer Wirkung. Jedoch wiesen sie keinerlei Herstellerkennzeichnung auf, noch lies sich das Kürzel eines Schreibers ausfindig machen.
Die angetroffenen Creatura waren im stande Magie zu wirken, ohne sich unserer Worte der Magie zu bedienen. Gleichwohl wurden Paraphernalia bei ihren sterblichen Überresten entdeckt. Diese waren jedoch wenige an der Zahl und dem magischen Repertoire nicht entsprechend. Die Wesen werden vermutlich einen uns fremden Weg zur Materie besitzen um sich ihrer zu bedienen.

V. Fazit
In anbetracht der gewonnenen Erkenntnisse wurden Fragen aufgeworfen welche es nun wert sind erforscht und beantwortet zu werden. Die Begegnung mit der Dryche gilt es an dieser Stelle noch einmal besonders hervorzuheben. Eine abschließende Erforschung der Creatura konnte an diesem Tage nicht erreicht werden und so ist auch eine detaillierte Aufzählung und Analyse in diesem Bericht unpassend. Ein abschließendes Werk über diese Creatura des verfluchten Forts entspräche dem allerdings in umfassenden Maße.

An dieser Stelle sei die Ausarbeitung der Aspirantia de Vries zu empfehlen, welche sich mit der Exerzierung einer Fluchfee aus dem Fluchwald beschäftigt.

Möge das Sigel ewig bestehen!
Für die Magica Phaenomina
Bigit de Vries & Kairen