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Datum: 26.02.2017
Autor: Rielryn
Thema: Semantik
Titel: Summa Illusionis
Diese Abhandlung, die Summa Illusionis, befasst sich mit der Gruppe
der Illusionsmagie. Diese Gruppe der Magie ist recht ungewoehnlich und wird
kaum angewandt, weshalb Unsere Studien groesstenteils theoretischer Natur
waren.
Als Einleitung ein kurzer Ausschnitt aus Unserem Werke „L´faer del Seandomhan,
Zhaun´ol VIII – Vas Flam Quas“:
„Der combative Nutzen dieser Applicatio ist zwar voellig vernachlaessigbar,
jedoch kann mittels Illusion eine Veranschaulichung auf absolut ungefaehrliche
Weise vorgenommen werden.“
Die Illusionsmagie ist uralt. Aelteste Quellen stammen aus einer Zeit, zu
der dunkelste Rituale noch an der Tagesordnung waren und Magie den meisten
Einwohnern dieses Planums als etwas voellig alltaegliches erschien. Der Einsatz
von Illusionszaubern ist oftmals der spielerische Umgang laienhafter
Magiebegabter mit ihren angeborenen Kraeften. Noch heute ist zu beobachten,
dass sehr naturverbundene Voelker wie die Elfen illusorische Magie verwenden,
um sehr gegenstaendliche Probleme zu loesen. Aehnliches ist auch besonders
bei Hexen festzustellen. Warum einen Gegner unter grossem Aufwand bekaempfen,
wenn es eine herbeigezauberte Steinwand tut?
Das Verbum Arcanum fuer Illusion lautet Quas. Lediglich in einer einzigen
Applicatio des Zauberbuches ist es vorhanden, und gerade diese Applicatio
gehoert nicht in dieses Feld.
Die Applicatio Wis Quas bewirkt, dass der Anwendende einen Illusionszauber
durchschaut und ihn dadurch seiner Wirkung beraubt.
Eine zentrale Rolle fuer diese Art des Zauberns, der Illusion, ist eine bestimmte
Paraphernalia, der Nachtschatten. Vermag dieses Kraut durchaus auch schaedliche
Wirkungen hervorzurufen, und damit combativ einsetzbar zu sein, so erzeugt
es doch auch Illusionen, Sinnestaeuschungen und Verwirrung.
Wird eine Applicatio Combativa durch eine Illusion ersetzt, so entfernt der
Illusionist zunaechst die schadensbringende Wirkung aus der Structuratio
Magica, um sie durch die Wirkung der Illusion zu ersetzen. Etwas ist nicht
Illusion, das tatsaechlich vorhanden ist, und so laesst sich diese
Verfahrensweise analog auf jeden Bereich von Magie uebertragen. Identisch
ist der Austausch von Verba Arcana zu handhaben.
Die Vokabel Quas steht grundsaetzlich am Ende dessen, was erzeugt werden
soll. Handelt es sich um einen vorgetaeuschten Huegel, so lautet die Formel
hierfuer Uus Ylem Quas. Ein Daemon, welcher nur illusorisch dargestellt wird,
erfordert die Verba Vas Xen Corp Quas.
Die Vokabel Quas ist Bestandteil der illusorischen Kuenste, jedoch nicht
zwingend fuer jede Applicatio erforderlich. Wir erinnern an die Applicatio
An Lor Xen, welche zweifelsfrei demselben Bereich der Magie zugeordnet werden
muss. Auf die Illusionswirkung kann jedoch in keinem Falle verzichtet werden;
Und Illusion ist die Wirkung, welche vom Nachtschatten geliefert wird.
Illusion meint, dass einer Kreatur etwas vorgetaeuscht wird. Dies mag auf
unterschiedliche Weise geschehen. Die Applicatio An Lor Xen bewirkt eine
Umleitung des Lichtes um den Corpus der fokussierten Kreatur, so dass diese
dem Betrachter unsichtbar erscheint; Die Illusion, jene Kreatur befinde sich
nicht an einem bestimmten Punkt im Raum.

Was Illusion ebenfalls bedeuten kann, zeigt das Beispiel der Applicatio In
Lor. Hierbei werden die Sinne einer fokussierten Kreatur dergestalt beeinflusst,
dass diese dem Effekt der Nachtsicht unterliegt. Mit dem Erschaffen von Licht
hat diese missverstaendlich formulierte Zauberformel also nichts zu tun,
und ebendieser Umstand mag manchen Studiosus genarrt haben. Boese Zungen
moegen behaupten, Wir empfaenden an dieser doppelten Taeuschung Freude..