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Datum: 26.02.2017
Autor: Avadon
Thema: Alchemie
Titel: Band VI: „Eracta Erdum“, oder auch „Knoblauch“
Band VI
Alchemistische Ausarbeitung der bekannten Pflanzenarten auf der alten Welt.
Verfasser: Avadon, Akademieleiter der MP
Magister Magnus der Alchemie

Thema: „Knoblauch“
Alchemistischer Name: „Eracta Erdum“

Geschichte:
Die Eracta Erdum die auch im Volksmund unter den Namen „Knoblauch“ bekannst ist, ist für die Alchemie erst nach der Darkigo Noxirato (Nachtschatten) erdenkt worden. Nach einigen alten Aufzeichnungen und Tagebücher habe ich folgedes entdecken können.
Bis heute war der Knoblauch nur als ein Gewürz in den Küchen der Köche als wohlschmeckende Zutat bekannt. Keiner weiß eigentlich wann sie genau entdeckt worden ist, ganz zu schweigen den Namen des Entdeckers. Die Eracta Erdum wurde von den „schwimmenden Händlern“ als Tauschgut um die ganze alte Welt verteilt. Sie wurde daher schwimmende Händler genannt, weil sie mit ihren großen und prächtigen Schiffe, die ganze Meere bereisten. Damals wurde das Gewürz mit Gold aufgewogen und nur die Mächtigesten Könige und Kaufleute, die viele Kontakte besaßen, konnten sie das kostbare Gut leisten.
Schnell hatte man aber gelernt die kleinen Knoblauchzehen als Samen zu benutzen und sie selber zu züchten. Heute kann man fast überall Knoblauch finden oder kaufen.
Die Alchemistische Wirkung ist bei weitem viel interessanter als das Gewürz alleine. Es lebte vor langer Zeit ein König weit weg von den Städten der alten Welt. Er war kein guter, aber ein gerechter König und so akzeptierten die Leute ihren König. Der König Mathias von der Göhl besaß noch einen jüngeren Bruder, der von alle gehasst wurde. Selbst der König konnte seinen kleinen Bruder Dohran nicht besonders leiden. Jeder wusste auch das der junge Dohran selber König werden wollte, um jeden Preis. So kam es das sich der junge Bruder ein Pakt mit dem damaligen Hofalchemisten einging. Er versprach den Hofalchemisten, wenn er eines Tages König sei, würde er ihn mit Gold und Ruhm überschütten. So kam es das der graue Hofalchemist den teuflischen Plan den König aus dem Weg zu räumen zustimmte. Er sollte einen Trank brauen den der König zu sich nehmen sollte. Es sollte sein letzter Trank sein, den er jemals trinken würde. Der Plan wurde von dem beiden genaustes studiert und sie durften sich keinen Fehler leisten. Der graue Alchemist hatte vor ein paar Monden einen seltsamen grünlichen Trank von einem Händler erhalten. Der Händler sagte er solle vorsichtig mit jenem Trank sein, denn einen kleinen Schluck würde ausreichen um jeden zu töten.
Der König gab zum heuten Abend ein großes Fest und so wurden die besten Speisen zubereitet die das Land kannte. Der König liebte es würzig zu speisen und besonders Knoblauch mochte er sehr. Die Köche bereitetem den König einen Fasan mit besonders viel Knoblauch. An dem Abend wurde gesungen, gelacht, gegessen und getrunken, viel getrunken. Der graue Hofalchemist und der junge Bruder fanden diesen Abend sehr passend für den Tod seines älteren Bruders und Königs. So aßen die beiden Mörder mit. Beide mochten dieses Gewürz „Knoblauch“ nicht und deshalb hielten sie sich an den ganzen Ochsen der am großen Spieß reingebracht wurde. Der Alchemist hasst es regelrecht und ab und zu konnte man ihn murmeln hören: „verdammtes stinkendes Knoblauch“.
Einem Diener wurde als Lohn für 10 Goldstücke befohlen in das Königs Kelch den Wein mit dem Gift einzufüllen. Später am Abend als das Gift dem König übergeben wurde und jener es auch getrunken hatte legte er sich zu später Stund schlafen.
Der junge Dohran würde heute Nacht besonders gut schlafen, denn er würde am nächsten Tag König sein und bei dem Gedanken musste er fast laut los lachen.
Als am nächsten Morgen der junge Bruders des Königs hastig aus seinem Schlafgemach rauseilte, konnte er es fast kaum abwarten seinem toten Bruder ins bleiche Gesicht zu schauen. Aber seine Wünsche und Träume wurde in wenigen Augenblicken mit einem Schlag zerstört, denn am Ende des Ganges sah er seinen Bruder. Er war aber alles andere als tot, der König begrüßte ihn und wünscht ihm einen guten Morgen. Mit voller Wut schnellen Schrittes schlug er die Tür des Hofalchemisten auf um ihn von den Neuigkeiten zu berichten. Der Alchemiste wusste sich keinen Rat und so sprach er: „Herr ich weiß nicht warum es nicht gewirkt hatte. Der Händler meint es soll ein starkes Gift sein“. Mit voller Wut schrie er den Hofalchemisten an und schnappte sich den Rest des grünlichen Trankes, in der Zuversicht, dass es eh harmlos sei und trank es mit einem Schluck, um den Hofalchemisten bloß zu stellen.
Er würde aber in der Zukunft noch kaum eine Möglichkeit haben jemanden noch mal anzuschreien. Der junge Dohran schlug nach vor mit dem Gesicht auf. Der Alchemist konnte nicht glauben was er sah und er fragte sich warum der eine von den starb und der andere nicht und schlagartig viel ihm der letzte Abend wieder ein. Jetzt wusste er es, es musste am Knoblauch liegen. Er packte das notwendigste und beschloss das Land zu verlassen. So kam es das durch diesen Zufall die ersten Gegengifttränke erfunden wurde.

Beschreibung und Fundort:
Die Eracta Erdum ist eine Pflanze die nur in den wärmeren Phasen des Jahres wächst. Sie wird meist nicht höher als 4 Spann. Die Blätter sind sehr schmal und lang und sie wachsen direkt aus der Knolle im Erdreich raus. Durch ihren sehr strengen und starken Eigengeruch werden sie meist von wilden Tieren gemieden und nicht als Nahrung angesehen. Das wichtigste an der Pflanze ist ihr Knolle, die nur knapp unter dem Erdreich vergraben ist. Mit einer kleinen Hacke lässt sie sich schnell freilegen.
Die Knolle ist meist nicht größer als eine Kinderfaust. Wenn man die äußere dünne Schale entfernt so kann man 6-12 kleinere Stücke frei legen.
Das Knoblauch kann man überall antreffen, sei es im Wald oder in einer Taverne beim Koch. Sie werden auch in größeren Mengen in Alchemieläden oder auf Märkten verkauft. Wer sich das Geld sparen möchte kann sich die Pflanze auch züchten. Dabei ist die Pflanze kaum anspruchsvoll. Nur ab und zu sollte sie mit Wasser begossen werden. Die so erhaltenen Knollen sind, getrocknet meist über einen längeren Zeitraum haltbar.

Verarbeitung:
Nach dem man die Knollen ausgegraben oder gekauft hat, werden sie gewaschen und getrocknet. Nun befreite man die Knoblauchzehen von der Schale die sie umgibt. Nach diesem Arbeitsschritt empfehle ich für die weitere Verarbeitung, Handschuhe zu tragen. Der starke und markante Eigengeruch lässt sich nur schwer von den Händen entfernen.
Die Knoblauchzehen werden nun in eine kleine Schale gegeben und mit einem Mörser unter ständigem rühren, zu einer Paste verarbeitet. Es gibt einige Möglichkeiten die Eracta Erdum als Tränke zu verarbeiten.

Möglichkeit 1:
Die Paste wird in einen feingewebten Beutel gefüllt und in Kessel mit Wasser eingetaucht. Das Wasser wird nun zum kochen gebracht und nach einer vollen Sanduhrlänge wird der Beutel wieder entfernt. Zum Schluss wird noch eine größere Menge Rosenblütensaft beigemengt und noch einmal einen kleinen Augenblick weiter kochen lassen. Die so gewonnene Flüssigkeit werden in geeignete Phiolen abgefüllt und beschriftet. Diese Methode muss man anwenden wenn man starke Gegengifttränke herstellen möchte.

Möglichkeit 2:
Man zerkleinert eine geeignete Menge Knoblauch in einer Schale und füllt den Rest mit Wasser auf. Nach einer Weile des Rührens wird der Trank durch ein feingewebtes Tuch durchgegossen, um die Flüssigkeit von der Paste zu trennen. Die so gewonnene Flüssigkeit wird in eine geeignete Phiole abgefüllt. Zum Schluss kommt noch in die Phiole einen Schluck Rosenblütensaft hinzu, um den strengen und starken Knoblauchgeschmack zu mildern. Die so hergestellten Tränke eignen sich für Vergiftungen leichten oder mittleren Grades.
In beiden Fällen sind die Tränke nicht sonderbar haltbar uns muss in wenigen Monden verbraucht werden. Durch Zugabe von Alkohol kann die Haltbarkeit etwas erhöht werden.

Wirkung:
Name: Entgiftungstränke
Färbung: leicht rötlich bis orange

Wenn der Trank hergestellt ist, nimmt es eine rötlich-orange Farbe ein. Die Tränke neutralisieren jedes bekannte Gift auf der alten Welt. Wichtig dabei ist es, das man je nach Giftstärke auch den dafür geeigneten Trank zu sich nimmt.
Wenn ein Verdacht oder die Tatsache besteht, das man vergiftet ist, wird der Knoblauch mit seiner natürlich gespeicherten Kraft das Gift neutralisieren, wenn es getrunken wird.
Es gibt auch die Möglichkeit, dass Knoblauch auch im rohen Zustand zu essen, wenn man kein Trank zu Hand haben sollte. Es muss aber auch erwähnt werden, das dafür eine größere Menge gebraucht wird, wie in einem Trank enthalten ist.
Sollte bei der Trankherstellung Alkohol beigemengt worden sein, um die Haltbarkeit zu erhöhen, so wird es noch eine zweite gute Eigenschaft aufweisen. Versuche meiner Seite haben ergeben, das ein Trank der Alkohol enthielt, die Wirkung der Entgiftung viel schneller entfalten konnte, als ein Trank ohne Alkohol.
Nach dem trinken des Trankes dauert es einen kleinen Augenblick bis sich die Kraft entfalten kann, aber in der Regel, tritt die Wirkung sehr schnell ein.
Das Knoblauchsaft wird nach der Neutralisation mit dem Gift zusammen abgebaut.
Das bedeutet, das man für die Zukunft gegen Gifte nicht geschützt ist. Man kann sofort nach der Entgiftung durch einen Trank wieder vergiftet werden. Diese Art der Tränke gelten nur für die Heilung und nicht für die Vorbeugung
Der einzige Nachteil ist, das man nach der Neutralisation übel fühle und eventuel mit Brechrreiz rechnen muss.

Für Fragen oder Anregungen zu meinen Abhandlungen stehe ich Ihnen natürlich gerne zu Verfügung. Diese Werken sind in den großen Bibliotheken der Magica Phaenomina und im Konzil einzusehen.

Avadon, Akademieleiter der MP