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Datum: 26.02.2017
Autor: Var Sasquehama
Thema: Alchemie
Titel: Forschungen über das gleichmäßige Verteilen von zu applizierenden Mixturen
Meinem ersten Forschungsobjekt liegen folgende Überlegungen zu Grunde:
Es ist bisher nicht möglich eine Mixtur beliebiger Art und Güte in
einem Gebiet frei zu verteilen.
Als zu applizierende Versuchsmixtur wurde im folgenden leicht
gefärbtes Wasser verwendet.

Versuch 1:

Ein oben geöffnetes Gefäß, mit der Versuchsmixtur befüllt, wird kräftig in
Richtung des Zielraumes geschüttelt.
Ergebnis: Große, nicht gleichmäßige Tropfen im Zielgebiet.
Eine gleichmäßige Verteilung war auch unter größten Anstrengungen nicht
möglich.
Dieser Versuch kann als gescheitert betrachtet werden.

Versuch 2: Ein nach oben hin spitz zulaufendes Gefäß wird mit der Mixtur
befüllt, oben geöffnet und von unten her erhitzt. Das Gefäß steht hierbei
nicht aufrecht sondern in einem Winkel von maximal 45 Grad.
Ergebnis: Die Flüssigkeit dehnt sich durch die Erhitzung aus und verlässt
das Gefäß mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Zielgebiet. Die Streu-
und Reichweite kann durch die zugegebene Hitze und den Winkel in dem das
Gefäß steht beeinflusst werden.
Probleme: Die Flüssigkeit darf nicht durch Wärme ihre Wirkung verlieren.
Das Gefäß muß speziell gefertigt werden und darf auch bei größter Hitze
nicht zerspringen.
Da der Streuwinkel abhängig vom Umfang der Öffnung ist, ist eine allgemein
gültige Anwendungsmöglichkeit auszuschließen. Der Wirkungsbereich ist in
seiner Winkelbreite stark eingeschränkt, kreisförmige Zielgebiete können
mit der Mixtur ausreichend durchtränkt werden.

Versuch 3:
Ein Glasobjekt , ähnlich dem aus Versuch 2, jedoch mit einem geringst
möglichen Öffnungsumfang, wird befüllt. Über die Öffnung wird Luft geführt
und die Flüssigkeit so nach außen getragen.
Ergebnis: Die Flüssigkeit bewegt sich tatsächlich nach oben und wird von
dem Luftzug mitgerissen.
Probleme: Die Flüssigkeit wird nur in Richtung des Luftzuges verteilt.
Es ist ein sehr starker Luftzug nötig um die Mixtur entsprechend weit
zu verteilen. Es ist derzeit nicht möglich mit ausreichender Luftbewegung
die Mixtur weit genug zu verteilen. Des weiteren wird die Mixtur sehr fein
verteilt. Die daraus folgende gleichmäßige Verteilung der Mixtur kann als
Vorteil angesehen werden, ebenso die hier nicht benötigte Wärmezufuhr.
Die geringe Dosierung, resultierend aus der kleinen Öffnung und dem nicht
starken Luftzug, lässt Zweifel zu ob die Mixtur in einer ausreichenden
Dosierung das Zielgebiet oder -objekt erreicht, bzw. erreichen kann.

Aus obiger Versuchkette resultieren folgende Anforderungen an einen
Versuchsaufbau für eine erfolgreiche Lösung:
Die Verteilung der zu applizierenden Mixtur muss
– gleichmäßig
– möglichst Wärmeunabhängig
– ohne speziell gefertigte Materialien
– und flexibel auf beliebig große, förmige und geschaffene Zielobjekte
bzw -gebiete möglich sein

Für den daraus resultierenden Versuchsaufbau ergaben sich folgende
Ausgangsstoffe:
Erstens: eine normal große und überall erhältliche Mixturenflasche
Zweitens: eine ebenfalls oft für Drachenblut und andere Flüssigkeiten
verwendete Phiole
Drittens: die zu applizierende Mixtur
Viertens: eine Mixtur die die Verteilungsfunktion des Versuchsaufbaus
ermöglicht und sich nach Möglichkeit nicht der Wärme als Reaktionsauslöser
bedient.

Versuch 4:
Die Phiole wird mit der zu applizierenden Mixtur , hier das schon
erwähnte gefärbte Wasser, gefüllt und mit einem Pfropfen aus Bienenwachs
verschlossen. Zur Verbreitung der zu applizierenden Mixtur wird hier eine
schwache Explosionsmixtur verwendet. Diese wird in die Flasche gefüllt.
Eine vollständige Füllung der Flasche schließt sich aus, da die Flasche
noch Raum für die gefüllte Phiole bieten muss. Die Stärke der Verbreitung
wird hier im Versuchsaufbau nicht durch die Füllmenge sondern durch die
Stärke der Verteilungsmixtur bestimmt. In die so präparierte Flasche wird
vorsichtig die gefüllte Phiole gegeben. Das ganze Konstrukt wird dann normal
verschlossen. Die Phiole behält in der Flasche ihre Position, da der
sich oben verengende Falschenhals im Durchmesser nur wenig von dem
Durchmesser der Phiole unterscheidet.
Die so präparierte Flasche wird nun mit großer Kraft möglichst weit
geschleudert. Beim Auftreffen auf den Boden wird eine kleine Explosion
ausgelöst die nicht nur die Wirtsflasche sondern auch die Phiole zerstört.
Die darin befindliche Flüssigkeit wird, durch den Luftdruck bedingt,
gleichmäßig um den Ort der Explosion verteilt. Es wurden bei insgesamt
10 Versuchen keine wesentlichen Abweichungen in der Tropfengröße
festgestellt. Der Verteilungsbereich kann durch eine Variation, in
Stärke und Menge, der Verteilerflüssigkeit geregelt werden.
Probleme: Durch die schlagartig auftretende Explosion wird eine
normal gefertigte Flasche und Phiole zersplittert und die Scherben
mit der zu applizierenden Flüssigkeit weggetragen.
Dies kann durch folgendes Vorgehen weitestgehend verhindert werden:
Man ritze vorsichtig mit einem Diamanten die Wirtsflasche und die
Phiole an mehreren Stellen, die nicht zu weit auseinander liegen dürfen,
ein. Die Flasche und die Phiole wird bei der Explosion an den geritzten
Stellen brechen. Ist der Abstand zu klein, entstehen Glasfragmente die,
durch ihre Leichtigkeit bedingt, von dem Luftzug weggetragen werden.
Ist der Abstand zu groß, entstehen Glasfragmente die, durch Ihre
Größe bedingt, zwar nicht weggetragen werden aber die gleichmäßige
Verteilung der zu applizierenden Mixtur behindern. Nur durch,
noch durchzuführende Versuchsketten, kann ein Optimum erforscht
und festgelegt werden. Ein Schaden durch die Verwendung einer
Explosionsmixtur kann , bei ordentlicher Dosierung, weitestgehend
ausgeschlossen werden.

Fazit: Versuchsaufbau 4 erfüllt alle erfassten Anforderungen
an ein Objekt zur gleichmäßigen Verteilung von zu applizierenden
Mixturen oder Gegenständen. Das am Anfang der Versuchsreihe
gestellte Problem kann also mit guten Gewissen als gelöst bezeichnet
werden. Alleine die Ausführung bedarf noch geringer Anpassungen
und Forschungen.