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Datum: 26.02.2017
Autor: Hexagor Elek
Thema: Semantik
Titel: Über die Applicatio Des Sanct
Der „Des Sanct“ ist eine Applicatio, die zweierlei Funktionen erfüllt. Zum einen, kann man damit lebende Objekte anvisieren(auf die Wirkungen wird unten näher eingegangen), zum anderen kann man unbelebte Objekte anvisieren, wobei allerdings eine andere, jedoch ähnliche Wirkung eintritt. Des weiteren, möchte ich auch noch auf zwei Applicationes eingehen, die im Zusammenhang mit dem „Des Sanct“ häufig verwechselt werden. Doch im ersten Teil, widme ich mich ganz dem „Des Sanct“

1.Teil Analyse :
Der „Des Sanct“ wird von den Nichtkundigen mit „Fluch“ übersetzt.
Das Silbum „Des“ bedeutet : verringern, niedrig, oder unten
Das Silbum „Sanct“ bedeutet: Schutz „Des Sanct“ wird also übersetzt mit: „Der Schutz wird verringert“

Zu den Paraphernalia:
Um die Applicatio zu wirken, werden folgende drei Reagenzien benötigt:
Knoblauch: Er bezieht sich auf das Silbum „Sanct“ und stellt somit den Schutz dar.
Nachtschatten: Die mit dieser Pflanze verbundenen Wirkung, liegt im Bereich des Todes, des Schmerzes, der Illusionen und der Gifte. Hier hat die Pflanze die Wirkung den Geist und den körper des Opfers zu beeinträchtigen, wirkt also wie eine Droge.
Schwefelasche: An dieser Stelle kann ich nur vermuten und meine Meinung auch nicht mit Sicherheit belegen: Ich denke, daß die Schwefelasche hier nicht, wie sonst als Lichterzeugende gilt. Eher meine ich, daß sie hauptsächlich dazu dient eine verfluchte Rüstung(auf diesem Punkt werde ich etwas später näher eingehen), Waffe oder eine Maske an den Träger zu binden.

Zu den Einsatzmöglichkeiten und zu deren Wirkungsweisen:
Die Applicatio kann wie bereits oben erwähnt auf unbelebte und belebte Objekte angewandt werden, wodurch sich zwei verschiedene, aber dennoch ähnliche Wirkungen äußern.
Die Anwendung auf belebte Ziele:

Wenn die Applicatio „Des Sanct“ auf ein lebendes Opfer gesprochen wird, so wurde zu früherer Zeit, noch bevor die Schwächung des arkanen Gefüges soweit fortgeschritten war, eine Veränderung am Opfer vorgenommen: Schwäche, Tollpatschigkeit und Unverständnis waren die Folge. Dies wirkte sich auch auf den Kampf aus. Das Opfer ging eher zu Boden, konnte seine Waffe nicht mehr so gut wie zuvor einsetzen und mußte auch einsehen, daß sein Vorrat seiner Kräfte zurückgegangen war.

Die Anwendung auf unbelebte Ziele:
So man dennoch die Applicatio auf ein Kleidungsstück von härterer Struktur, also eine Rüstung oder aber auch auf Waffen und Masken spricht und das verzauberte Element so dann auch noch auf seinen nun erhaltenen dunklen Glanz prüft, wird man merken, daß es sich ab nun um ein verfluchtes Objekt handeln wird. Wenn man dieses nun anzieht oder in die Hand nimmt, vermag man es nicht mehr vom Körper zu bekommen. Es sitzt praktisch wie in Wasser getränktes Leder an der Haut fest. Ein weiterer Effekt wird jedoch erzielt. Und zwar wird der Träger wieder geschwächt, sowie in seinem Geschick als auch in seinem arkanen Potential beschränkt. Um diese Wirkung zu beenden, muß ein „Rel Sanct“ , eine Applicatio, die im Volksmunde als Segen bekannt ist, angewendet werden, damit der Gegenstand wieder ablösbar ist.

Die Rolle des „Rel Sanct“ und des „Uus Sanct“:
Wie oben erwähnt wird die Wirkung eines verfluchten Gegenstandes nur aufgehoben wenn man den Kontrahenten des „Des Sanct“ darauf wirkt. Nur ist dies nicht der erwartete „Uus Sanct“ der ja rein vom semantischen Sinne her der Kontrahent sein müßte, sondern der „Rel Sanct“.
Zu erklären ist das so:
Der „Uus Sanct“ ändert die Beschaffenheit der getragen Rüstung, die da nun einen „höheren Schutz“ bietet, da sie fester und beständiger wurde. Der „Rel Sanct“ wirkt auf ein Subjekt jedoch genau in die andere Richtung als die Applicatio „Des Sanct“. Das „Opfer“ fühlt sich stärker, geschickter und kann auch zudem noch seine arkanen Kräfte über sein normales Maß hinaus erweitern. Wendet man den „Rel Sanct“ jedoch abermals auf ein durch diese Applicatio gelöstes Stück an, so entsteht eine Mischung aus einem verfluchten und einem gesegneten Gegenstand. Der Fluch besteht darin, daß das verzauberte Element immer noch den Zustand des Trägers beeinflußt, der Segen aber läßt dem Träger die Wahl seine Habe beliebig anzulegen und abzunehmen. Zu den Zeiten, als die Schwächung des magischen Gewebes noch nicht soweit fortgeschritten waren und den „Des Sanct“ noch nicht betrafen, da konnte man auch Zeuge einer weiteren Wirkung des „Rel Sanct“ in Verbindung mit der oben genannten Formula erkennen. Angenommen ein Freiwilliger wurde zu Versuchszwecken mit der Applicatio „Des Sanct“ besprochen, so trat die früher beschriebene Wirkung wie erhofft ein. Er wurde schwächer, ungeschickter und seine das Vollumen seiner arkanen Kräfte wurde vermindert. Alsbald dann aber auf die Person, noch während der Wirkungsdauer des „Des Sanct“, ein „Rel Sanct“ gewirkt wurde, so könnte man meinen, befände sich das Subjekt wieder im Ausgangsstadium. Dennoch wurden aber die Beschränkungen kompensiert und zusätzlich ausgebaut, so daß die Horizonte der Persona durch den „Rel Sanct“ über dem Normalzustand lagen. Ich hoffe, daß ich gut genug Aufschluß über das Zusammenspiel der drei Applicatios geben konnte und verbleibe

mit freundlichen Grüßen, Hexagor Elek