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Datum: 26.02.2017
Autor: Xune Auvryndar
Thema: Semantik
Titel: Thesis über die Regeneration des arkanen Gewebes
Thesis über die Regeneration des arkanen Gewebes

Seit jeher beschäftigt uns die Frage, ob eine Regeneration des arkanen Gewebes möglich ist.
Ich meine, anhand der Ergebnisse meiner Forschungen, aufzeigen zu können, dass dies durchaus möglich ist.

Zunächst möchte ich meine Erfahrungen schildern:

Seit längerem fiel mir auf, dass sich die Wirkungsdauer von Sprüchen wie dem „An Lor Xen“, dem „Uus Sanct“ oder beispielsweise dem „In Jux Sanct“ länger anhielt, als früher.
Als ich diesen Unterschied bemerkte, erklärte ich es zunächst damit, dass ich besonders gute Paraphernalia verwendet hätte und so mehr Energie aus dem Planum bereitgestellt und somit eine längere Wirkung erzielt wurde.
Über Tage hinweg beobachtete ich diese Veränderung und stellte schließlich fest, dass diese längere Wirkungsdauer konstant blieb.
Obwohl Stärke und/oder Wirkungsdauer bei Applikationen wie dem „An Lor Xen“, dem „Uus Sanct“ oder dem „In Jux Sanct“ oftmals schwanken, ließ sich in anbetracht vormals gemessener Wirkungszeiten, dennoch eine relativ starke Veränderung feststellen:

*es folgt eine sauber gezeichnete Tabelle mit den Messergebnissen der Wirkungsdauer*
Hatte zum Beispiel der „Uus Sanct“ vor etwa vier Monden noch eine ungefähre Wirkungsdauer von 150 Herzschlägen (5 Minuten), so wirkt er jetzt durchschnittlich etwa 165 Herzschläge (5,5 Minuten).
Beim „In Jux Sanct“ waren es vormals 90 (3 Minuten) Herzschläge Wirkungsdauer, doch sind es nun bereits durchschnittlich 105 Herzschläge (3,5 Minuten).
(Bei diesen Werten beziehe ich mich auf meine praktischen Erfahrungen, die in meinen Arbeiten zum „Uus Sanct / Vas Uus Sanct“ und „In Jux Sanct“ nachgelesen werden können.)
Als weitere Versuchspersonen dienten mir ein junger Magiekundiger und ein erfahrener Magus, so dass sich auch hier eine Verallgemeinerung untermauern lässt.
Die Verfälschung der Ergebnisse durch Zeitgeister oder Ähnliches schließe ich aus.

Zunächst nahm ich an, dass auch der An Lor Xen von dieser Veränderung betroffen wäre, stellte aber bei verschiedenen Experimenten fest, dass seine erhöhte Wirkungszeit einzig und allein auf die Fähigkeiten des Applikanten zurückzuführen ist.

Ich schloss die Paraphernalia als Grund der längeren Wirkungsdauer aus, als ich verschiedene Paraphernalia von unterschiedlichen Händlern, verschiedener Regionen verwendete.
Ebenso schloss ich eine unterschiedlich starke Nutzung des arkanen Gewebes durch die Collegi aus, da ja die Wirkung über mehrere Tage hinweg konstant blieb.

Wenn nicht die Qualität der Paraphernalia oder die niedrigere Nutzung des astralen Gewebes der Grund dieser Veränderung ist, was ist er dann ?
Meiner Meinung nach wird durch bestimme Umstände, die ich noch erklären werde, neuerdings mehr Energie als sonst aus dem arkanen Gewebe übertragen, so dass die Wirkungsdauer proportional verlängert wird.

Um meine Thesis zu erläutern möchte ich zunächst noch einmal kurz auf die Schäden am arkanen Gewebe zu sprechen kommen:
Im Allgemeinen nimmt man an, dass das Gewebe durch unsachgerechte Nutzung kleine Risse oder gar Löcher aufweist.
Man stelle sich nun das arkane Gewebe, in seinem Idealzustand, als eine unter Spannung stehende, gleichförmige Fläche vor.
Nun weist das Gewebe aber kleine Risse und Löcher auf, wodurch der Zugang zum Planum schwerer fällt und die Paraphernalia nur einen bestimmten Anteil des Maximums, welches gegeben wäre, wenn das Gewebe keinerlei Schäden aufwiese (Idealzustand), an arkaner Energie freisetzen.
(Ich verweise an dieser Stelle auf die Arbeit „Zusammenhang und -wirkung des astralen Gewebes und unserer Welt“ des Collegi Asryem, dessen Theorie ich zwar nicht ganz zustimme, dessen Erläuterungen aber dennoch einen guten Überblick über die Thematik verschaffen.)

Wie schon gesagt, nehme ich an, dass die länger Wirkungsdauer auf eine höhere Energieübertragung bzw. zurückzuführen ist.
Mittels des Umkehrschlusses, bedeutet dies, dass wenn mehr Energie aus dem arkanen Gewebe bereitgestellt wird, das Gewebe seinem Idealzustand näher ist als zuvor, also weniger Risse und Löcher aufweist.

Bedenkt man, dass sich vor wenigen Monden die Wirkungsdauer und damit die Energieübertragung noch ganz anders verhielten, kann man annehmen, dass sich das arkane Gewebe zum positiven verändert –also regeneriert –hat.

Zwar mag man annehmen, dass eine so plötzliche Regeneration nicht möglich sei, dennoch halte ich es für denkbar, dass sich das Planum auf Grund der unterschiedlichen Anordnung der Löcher und Risse in Etappen bzw. ungleichmäßig regeneriert. Auch ist es möglich, dass die Wahrnehmung dieser Veränderung durch bestimmte Umwelteinflusse getrübt wird, wie zum Beispiel die Jahreszeiten.

Eine direkte Untersuchung der astralen Ebene wird uns vielleicht nie möglich sein und so bleibt es uns nur seine Strukturen und Eigenschaften anhand seiner Auswirkungen auf unsere Ebene, mittels des Umkehrschlusses, zu erforschen und zu deuten.

Xune Auvryndar