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Datum: 25.02.2017
Autor: Xune Auvryndar
Thema: Semantik
Titel: Thesis über die drei ungebräuchlichen Runen BET, TYM und ZU
I. EINLEITUNG

Einem jeden Magiewirkenden sind die 26 Runen bekannt. Drei davon sind die Runen „Bet“, „Tym“ und „Zu“, welche in unserer Schulmagie keine oder so gut wie keine Anwendung finden. Mit eben jenen drei Runen werde ich mich in dieser Arbeit befassen.

Bei meinen Überlegungen setze ich das Grundwissen der Semantik voraus.

II. TYM

Ich beginne zunächst mit der womöglich mächtigsten aller Runen: „Tym“ –„Zeit“.
Die Zeit ist eine der stärksten Urkräfte, welche einzig und allein von der Energie des astralen Planums übertroffen wird. Diese Kraft allein mit der Geisteskraft einer Veränderung zu unterziehen ist nicht nur sehr schwer, sondern auch sehr riskant dazu.
Zum besseren Verständnis zitiere ich hier ein Beispiel des Collegus Askiri: Man stelle sich vor, man wolle einen reißenden Gebirgsfluss mittels ein paar Brettern umleiten.
Die Ursache, warum die Rune „Tym“ keine Anwendung findet liegt also einzig und allein in der Beherrschbarkeit, denn das Potenzial dieser Rune ist groß:
Man stelle sich beispielsweise die Formula „Rel Tym Xen“ vor, die ein altersschwaches Wesen wieder verjüngte, es aber in seinem temporalen Umfeld beließe. –Der Traum aller Lebewesen vom ewigen Leben würde wahr.
Dennoch ist die Anwendung dieser Rune nicht einfach. Die Risiken der möglichen Folgen, wie einem Zeitloch oder dergleichen, sind so groß, dass selbst die Acromagi vor einer Erforschung zurück schrecken. Außerdem ist nicht klar, in welchem Zusammenhang das astrale Gewebe und der Fluss der Zeit stehen, so dass das Planum durch unsachgemäße Erforschung Schaden nehmen könnte. Was bringt eine Erforschung, deren Ergebnisse man nicht mehr verwenden kann, weil man vielleicht bereits des Todes ist !? Um im Beispiel des Collegus Askiri zu bleiben: Der tosende Gebirgsfluss würde den tollkühnen Forscher mit großer Wahrscheinlichkeit mitreißen.

III. ZU

Ich fahre fort mit der Rune „Zu“. Diese Rune ist bei den Arcomagi in Form der Applikatio „In Vas Zu“ teilweise in Gebrauch, welche einen unnatürlich tiefen Schlaf hervorruft. Zwar vermag ich über die Wirkung dieser Applikatio nicht viel zu sagen, dennoch behelfe ich mir mit ihrem kleinen Bruder der Applikatio „In Zu“. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass ihre Wirkungen nahezu identisch sind und nur bei der Stärke der Formula variieren. Nötige Paraphernalia für den „In Zu“ sind Nachtschatten, der die narkotisierende Wirkung hat, Spinnenseide, die die Beeinflussung ermöglicht und zu Letzt der Blutmoss, der eine Art Energieträger darstellt.

Natürlich gibt es immer eine Kehrseite der Medaille und so hat der „In Zu“ auch Nebenwirkungen: Ein häufiger Gebrauch kann zu Schlafstörungen und zu psychischen Schäden führen, da die fehlenden Traumerlebnisse noch nicht weiter studiert wurden und über längere Zeit negative Auswirkungen haben könnten.
Die Vorteile dieser Applikatio liegen dennoch klar auf der Hand, denn sie ist eine schonende Alternative zum An Ex Por. Auch vor Kampfsituationen ist die Anwendung sehr empfehlenswert, da man durch den unnatürlich tiefen Schlaf sehr leistungsstark ist. –Wie gesagt, sollte man jedoch nicht den natürlichen Schlaf durch diese Applikatio ersetzen.

IV. BET

„Bet“ in der Bedeutung von klein findet zwar teilweise Anwendung in der Magie, aber dann eher in dem Repertoire eines Taschenspieler, der diese Rune zum Beispiel in Form der Formula „Bet Flam“ verwendet. –jeder kennt diese Tricks.

Historisch gesehen erlangte diese Rune aber ein ganz anderes Schicksal: Da die meisten Magiewirkenden nur zu Großem bestrebt sind, fand diese Rune in vergangener Zeit simpler Weise einfach keine Anwendung. Warum soll man einen kleinen Feuerball verwenden, wenn man für unwesentlich mehr Energie einen Großen haben kann ? – Einzig und allein bei der Folter könnte ich mir eine weitere Anwendung vorstellen, wo ein gezielt gerichteter kleiner Feuerball von Vorteil sein kann.

V. ANMERKUNGEN ZUR HERMETIK

Wenn man den Einfluss der beiden Monde Filfaere (Felucca) und Tsabrak (Trammel) auf die drei Runen „Tym“, „Zu“ und „Bet“ betrachtet, so stellt man fest, dass bei der Mondsichel „Zu“ von Filfaere und „Bet“ von Tsabrak beeinflusst wird. „Tym“ aber, wird zu keiner Zeit von den beiden Monden beeinflusst, da die Zeit ein gleich bleibender Strom ist, dem keine Eigenschaft einer natürlichen, ungleichmäßigen Veränderung, durch einen natürlichen Faktor –nämliche die beiden Monde-, innewohnt.
Auch hier zeigt sich wieder, wie schwer –ja grade zu unmöglich- es ist die Zeit nur allein mit der Geisteskraft zu beeinflussen.

VI. CONCLUSIO

Von den drei behandelten Runen ist die Rune „Tym“ die, der am meisten Potenzial innewohnt und die, die am interessantesten ist. So ist eine Erforschung in einem gewissen Rahmen, trotz der genannten Risiken, sicher lohnenswert.

Xune Auvryndar